Die Geschichte des Internationalen Hoppe Hobby Cups (Alpenstanley)
(von Thomas Hoppe)
Einleitung
Thomas Hoppe ist der Gründer, Organisator und Ausrichter des inzwischen ältesten und größten Eishockeyturniers für reine Hobbymannschaften in Füssen, Deutschland und Europa und vielleicht auch auf der ganzen Welt.
Ich selbst spielte von 1967 bis 1977 aktiv Eishockey , war von 1977 bis 1985 Bundesliga Eishockeyschiedsrichter, trainierte die Unimannschaft München und später einige Hobbymannschaften, war im Außendienst bei 2 Eishockeygroßhändlern tätig und betreibe seit 1989 selbständig ein Eishockeyfachgeschäft in Füssen und ab 1992 und1995 weitere 2 Fachgeschäfte in Berlin West und Ost.
Zu Füssen als die Eishockeyregion Deutschlands:
Füssen ist der Ort in dem nach dem 2. Weltkrieg die Eishockeygeschichte Deutschlands neu bestimmt wurde. Füssen ist Nachkriegsrekordmeister und wird bis auf lange Zeit nicht eingeholt bzw. überholt werden können, was im Eishockey an Titeln, am Umfang und eishockeylokalsportlichen Geschehnissen entwickelt und erbracht worden ist. Der Spruch, der eigentlich für Kanada aufgestellt wurde, „in Deutschland spielt 1 von 1oo Eishockey und in Kanada spielt 1 von 100 nicht Eishockey“, kann eigentlich auf das Füssener Land übertragen werden. Es gab früher sogar zwei höherklassige Vereine, den EV Füssen und den SC Ziegelwies. Aber die Geschichte läßt sich dann besser in Siegfried Schuberts’ Buch nachlesen. So beschreibt Silla, er war selbst eine der Größen im deutschen Eishockey, ausdrücklich die glorreiche Mannschaft des EV Füssen. Weitere Einzelheiten vom Buch Siegfried Schubert: „EV Füssen-16-facher deutscher Eishockeymeister“, Füssen 2007, sind im Internet unter dem Stichwort „EV Füssen Chronik“ zu erhalten.
Meine Spielerkarriere:
Siegfried Schubert selbst war in der Saison 1974/75 bis zum Ende der Vorrunde Trainer der Juniorenmannschaft des EV Füssen , wo ich auch aktives Mitglied war (seit 1967 spielte ich im Nachwuchs des EVF). Obwohl ich damals bei der Bundeswehr in Dülmen und in Idar-Oberstein diente, nutzte ich doch die Wochenenden, um die, durch die Belange der ersten Mannschaft (juniorenberechtigte Spieler wie Jörg Hiemer, Hans-Peter und Ulli Egen wurden einfach abgezogen), ausgedünnte Mannschaft zu unterstützen. Lediglich oder glücklicherweise wollte Klaus Guggemos (gest.18.05.1996) in der Juniorenmannschaft spielen. Wir gewannen so zunächst den bayerischen Meistertitel. Als dann Siegried Schubert die 1.Mannschaft in der Mitte der Saison trainieren musste und Oskar Mayrhans die Juniorenmannschaft übernahm, konnte ich nicht zuletzt auch durch meinen Freund Klaus Guggemos weiter in der Mannschaft spielen, obwohl ich bei fast allen Trainingseinheiten fehlte. Wir gewannen das wichtigste Heimspiel gegen die Junioren des EVL mit 3:1, wobei ich mich nachdem ich einem Landshuter Verteidiger die Scheibe abnahm, immer wieder an die Steilvorlage zu Helmut Köpf (Doc) erinnere, die dieser zum vorentscheidenden 2:1 nutzte. Wir wurden dann deutscher Juniorenmeister 1974/75.
Ab 1975 spielte ich dann in der Oberliga und stieg mit dem EHC 70 München ein Jahr später in die 2. Bundesliga auf, wobei mich mein Studium auf der Bundeswehrhochschule veranlasste kürzer zu treten und ich durch Franz Baader 1977 die Möglichkeit bekam, die „Laufbahn“ eines Eishockeyschiedsrichters einzuschlagen.
Meine Schiedsrichterkarriere:
Ich war von 1977 bis 1985 als Linienschiedsrichter in der Bundesliga I eingesetzt und hatte insgesamt weit über 500 Spiele in allen Ligen. Nach einem schweren Autounfall und einem wissenschaftlichem Buch über die Schiedsrichtersituation (Thomas Hoppe, „Die Situation des deutschen Eishockeyschiedsrichters“, München 1982 ), wo ich die teilweise immer noch bestehenden Missstände inhaltlich und personell anprangerte, wurde ich richtiggehend durch „Witschi“ Edelmann/Weßling, Helmut Böhm/Landshut, Jupp Kompalla/Krefeld und die damaligen SR-Obmänner Georg Zeller/Landshut und Willy Penz/Kaufbeuren, abgesägt. Zunächst weil ich literarisch und empirisch, also axiomatisch das Heimschiedsrichterphänomen im deutschen Eishockeywesen beschrieb und offenlegte, zum anderen anderen in meinem Buch die Missstände zu fundiert ansprach, obwohl mein Buch von der IIHF (International Ice Hockey Federation) ausdrücklich in den höchsten Tönen gelobt wurde und zum letzten weil ich zu deren „Lieblingsschülern“ in Konkurrenz stand. Aber um weiteren Denunzierungen zuvorzukommen, schickte ich SR-Obmann Willy Penz freiwillig meine Lizenz zurück.
Mein Außendienstdasein und Hobbyspieler:
Dem Eishockey blieb ich natürlich weiter verbunden, einerseits war ich für die Schlittschuhfirma Graf und Schanner im Außendienst, zum anderen setzte ich bei verschiedenen Eishockeyhobbymannschaften mein Spielerdasein fort. Außerdem unterhielt ich einen kleinen Garagenshop. So spielte ich zum Teil in sieben verschiedenen Hobbyteams, wie den „Northstars“, „Damenmannschaft Ravensburg“ „TSV Seeg“, „Eiswichtel Drei Tannen“, „Elternmannschaft“, „Hoppe Crocodiles“ und dem „Ärzteteam Füssen“, dem ich heute noch angehöre.
Hobbypokal:
Und jetzt kommt allmählich der Übergang, warum ich auf die Idee kam einen Pokal zu schaffen, der edle sportliche und dennoch spielerische Werte vereingt.
In Füssen startete Anfang der siebziger Jahre ein Pokalwettbewerb, der von Cornel Keller initiierte Firmenpokal. In dieser Runde spielten zunächst wenige Teams, bis sich das Interesse auf bis zu ca 20 verschiedene Hobbymannschaften aus Füssen und Umgebung ausweitete. Da alles Hobbyspiele mit Mannschaften aus Hobbyspielern, also keine offiziellen Spiele waren, wurden die Begegnungen von Laien gepfiffen, wo Ungerechtigkeit und fehlende Sanktionskompetenz quasi mitbeinhaltet waren, sodaß die Rüpelhaftigkeit, die Unsportlichkeit und letztlich die Verletzungen immer mehr zunahmen, bis sich immer mehr Mannschaften zurückzogen und letztlich der Pokal aus der Hobbyszene verschwand.
Hoppe Hobby Cup
Mit in Füssen und Umgebung weit über sechzig Hobbymannschaften, begann ich zu überlegen, müsste es möglich sein, bei geordneter Spielleitung, wieder eine anständige Hobbyrunde zu organisieren und damit gleichzeitig direkt Werbung für mein Ende Juni zu eröffnendes Eishockeygeschäft zu betreiben Als ehemaliger BI-Schiri traute ich mir zu jedwede unsportlichen Geschehnisse zu unterbinden und somit den Mannschaften wieder die Basis einer fairen Spielweise zu schaffen. Mit einigen Schiedsrichtern aus Füssen leitete ich dann auch fast alle Spiele. Mit Carlo Streit, Horst Willer und die Familie Gröger hatte ich dann einen anständigen Schirikader zusammen (Aufteilung der Spiele s. spätere Aufstellung), denn für den ersten HHC konnte ich immerhin 21 Teams zusammentrommeln, die zunächst in fünf Gruppen „jeder gegen jeden“ die Playoff-Teilnehmer ausspielten. Bei insgesamt 41 Spielen in der Vorrunde und den Playoffs bei voller Spiellänge war dann letztlich , wenn auch mit Abänderungen, ein neues Pokalturnier geboren.
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Nachstehend findet ihr alles Wissenswerte über den 1. Hoppe-Hobby-Cup !
Besonderheiten des 1. Internationalen Hoppe Hobby Cup 1989:
- es nahm explizit keine ausländische ausländische Mannschaft teil, jedoch befanden sich zahlreiche Ausländer unter den Mannschaften, so z.B. Ronny Calhau (Brasilien), Muaricio Vacca (Italien) usw.
- das erste und einzige Mal war das Turnier über die gesamte Saison verteilt, also nicht in Kompaktform durchgeführt
- Die Footwarmers sind erster Hoppe Hobby Cup Sieger
- Die meisten erzielten Tore im Turnier: Footwarmers 93 im Schnitt: 13,3 Treffer/Spiel
- höher ist der Schnitt des TSV Seeg: 13,4 Treffer/Spiel, das würden bei durchgeführten 7 Spielen (Footwarmers) eine Trefferanzahl von 94 ergeben und somit wäre der TSV Seeg Allzeitgewinner bei einem HOPPE HOBBY CUP
- Weitere zukünftig zu vergebende Preise/Pokale:
Scorerkönig: Gregor Neumann (TSV Seeg) 29
meisten Assists: Erich Schneitberger (TSV Seeg) 27
- knappste Niederlage: TSV Seeg : Treibhaus Kings 5:4
- höchster Sieg/ Niederl.: TSV Seeg : Schraubendampfer Enzensberg 31:0
- kuriosestes Tor: Icing von Bergruh Monsters oder Treibhaus Kings gegen Footwarmers in Richtung Tor der Footwarmers, Christian Schütze will die Scheibe 5m vor dem Tor stoppen, hält den Stock aber so, dass die Scheibe unter ihm ins Tor rutscht, uuäähhh
- bester Torhüter des Turniers: Andi Loderer
- Spieler des Turniers: Franz Greisl
- Mannschaften: 21
- Gemeldete Teilnehmer: 398
- Größte Mannschaft: Elternmannschaft 26, TSV Trauchgau 25, ZSKA Rieden 23
- Erzielte Tore: 524* (4 Spielberichtsbogen wurden nicht abgegeben)
- Strafzeiten: 435*, davon 8 x 10 min + 2 x 5 Min
- Schiedsrichter im Turnier: Thomas Hoppe (22x), Winfried Gröger (7x)*, Markus Seitz (6x), Horst Willer 5x)*, Carlo Streit (4x)*, Manuela Gröger (2x), Wöhrle (1x), Stöger (1x), Michael Gröger (?), unbekannt (4x), *verstorben
- Ausnahmeregeln wurden in der ersten Saison zugelassen, da die Mannschaften geschlossen auftreten sollten,
- manche Spieler waren in mehreren Hobbymannschaften vertreten, mussten sich jedoch definitiv entscheiden
- einige Vertreter ehemaliger DEB-Vereine wurden zugelassen, da sie dem Hobbyspielerlevel sozialintegrativ entsprachen
- einige waren Torhüter bei versch. Teams, manche SR spielten auch bei Teams mit (Aufstellung folgt)
- eine in der untersten Liga aktive Mannschaft des vergangenen Jahres wurde ausnahmsweise zugelassen (SV Hopfen)
Abschlußtabelle des 1.HHC 1989:
Mannschaften: 21
Gemeldete Teilnehmer: 398
Größte Mannschaft: Elternmannschaft 26, TSV Trauchgau 25, ZSKA Rieden 23
Erzielte Tore: 524 (4 Spielberichtsbogen wurden nicht abgegeben)
Strafzeiten: 435, davon 8 x 10 min + 2 x 5 Min
Scorerkönig: Gregor Neumann 27 vor Erich Schneitberger 29 Punkte beide TSV Seeg
Torhüter des Turniers: Andi Loderer
Spieler des Turniers: Franz Greisl
Tabelle des 1.Hoppe Hobby Cup 1989:
- Erster Hoppe Hobby Cupgewinner: Footwarmer
- Bergruh Monsters Weissensee
- TSV Seeg
- Haslach Lakers
- Treibhaus Kings
- Ärzteteam
- Rehbock Hunters
- Post Tigers Roßhaupten
- EC Hubertus Apfeltrang
- Bude Allstars
- Farmerteam
- Goldenes Kreuz
- TSV Trauchgau
- EHC Oy-Mittelberg
- Eiswichtel Drei Tannen
- Bulldozers
- SV Hopfen
- ZSKA Rieden
- Elternmannschaft
- Black Hawks Buching
- Schraubendampfer Enzensberg
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